Armor Lux

Ein Schweizer gründete Ende der 1930er Jahre in Quimper eine Wäschefabrik unter dem Namen Armor lux – „armor“ ist in der bretonischen Sprache das Wort für Meer, und mit „lux“ kann ja doch nur das Licht an der Küste gemeint sein. Maritimen Charakter haben auch viele der Kleidungsstücke, die heute noch in der Bretagne gefertigt werden: Über die Grenzen der Region hinaus ein Signal ist das geringelte Matrosenshirt.

Dabei war der Beginn der Unternehmung von einigen Herausforderungen geprägt: Der Ausbruch des Krieges hatte dem Anfang gleich wieder ein Ende gemacht, Materialknappheit und Rationierung zwangen dazu, den Betrieb einige Jahre stillzulegen.Bereits in den 1960er Jahren kam man dann aber dazu, eine hauseigene Färberei in den Betrieb zu integrieren, um alle Vorgänge der Konfektion unter dem eigenen Dach zu haben, von der Fertigung der Stoffe bis hin zur Qualitätskontrolle. 1970 gelangten die ersten größeren Kollektionen von Armor lux auf den Markt, Matrosenshirts und Wäsche wurden weitere Kleidungsstücke zur Seite gestellt – Kleider, Hosen und Pullover, auch Hüte, Mützen und Schals, zumeist im maritimen Stil. Heute zählen auch Uniformen zum Repertoire der Firma, die französischen Polizisten und ihre Kollegen von der Post werden bei Armor lux in Quimper eingekleidet, ebenso zum Beispiel die Angestellten der Pariser Flughäfen und der Staatsbahn SNCF.