die Marke Red Wing

Der leidenschaftliche Weg einer Schuhlegende?

Red Wing heißt die in einer engen Biegung des Mississippi Rivers gelegene kleine Ortschaft. Die fruchtbare Gegend wurde schon vor einem Jahrtausend besiedelt. Bis zum Jahr 1853 war der Indianerstamm der Lutasha mit seinem legendären Häuptling Red Wing dort ansässig und verlieh dem heutigen Village seinen Namen RED WING. Wie die Geschichte belegt, zog es die Urbewohner dieser Region bald in andere indianische Siedlungen. Sie veräußerten ihr Land an die einwandernden Pioniere, die in einer stark wachsenden Industrie ihre Zukunft sahen.

 Solch ein Pionier war auch S.B. Foot, Sohn eines Schuhmachers und Farmers aus Pennsylvania, der im Jahr 1857 nach Red Wing kam. Bis zum Jahr 1872 etablierte Foot eine örtliche Gerberei, die das Leder für seine beiden Fabriken lieferte, in der er Schuhe, Stiefel und Shoe Pacs (Mokassins) für die Farmer herstellte. Die Gerberei von Foot war einer der bedeutendsten Arbeitgeber seiner Zeit und beschäftigte viele Einwohner aus Red Wing - so auch den jungen, deutschen Immigranten Charles Beckman, den späteren Gründer der Red Wing Shoe Company.

Als Charles Beckman im Jahr 1873 seinen ersten Job bei den lokalen Trout Brook Gerbereien antrat, legte er sozusagen den Grundstein für eine lebenslange, passionierte Handwerksarbeit mit Leder.

Beckman hatte die Vision für die Einwohner Red Wings strapazierfähige, hochwertige Schuhe und Stiefel herzustellen. Sein Traum wurde Realität, als er im Jahr 1905, zusammen mit 14 Investoren des Ortes, die Red Wing Shoe Company gründete.

Das Schuhunternehmen etablierte sich in einer Gesellschaft, die ihr Geld mit Korn, Getreide, Leinöl, Holz, Porzellan, Kalk, Bootsbau, Zigarren, Handschuhen, Hüten, Maschinen, Schneidern, Pfeifen, Perlmuttknöpfen, Möbeln, Sorghum Syrup, Fuhrwerken, Bier, Maurern, Steinbrüchen und Leder verdiente. Diese lange Liste an Unternehmen und Handwerksberufen lässt förmlich den Puls der aufstrebenden Stadt Red Wing spüren, die im Jahr 1905 das Zuhause für die Red Wing Shoe Company wurde.

 

Das Beste vom Besten - die Red Wing Modelle setzen Maßstäbe bis heute!

Die Stiefel, die Red Wing entwickelte wurden mit der Zeit zum ultimativen Maßstab, zum Gütesiegel in der Industrie. Das Styling des Models 875, ein 6-Inch Farmer Schuh, beruht noch heute auf den ersten Entwürfen von Red Wing. Der 16-Inch Schuh für Streckenwärter (Nr. 650) wurde im Jahr 1920 der Produktpalette hinzugefügt. Dieser Schuh ist der einzige, hohe Kalbslederstiefel, der noch in der Produktlinie enthalten ist. Die beiden klassischen Designs des Ingenieursstiefel (Nr. 2268) und des Boots für Ölarbeiter (Nr.915) entstanden in den späten 30-er Jahren.

In den frühen 50-er Jahren wurde der Style 877 eingeführt. Durch dieses Model, das Irish Setter genannt wurde, erlangte Red Wing nationalen Ruhm. Der Irish Setter war der dritte Schuh des Unternehmens, der in der amerikanischen Modegeschichte einen Platz einnahm. Das Model wurde ein nicht wegzudenkendes Stück der traditionellen, amerikanischen Arbeitskleidung.

Im Jahr 1963 produzierte Red Wing einen Schuh, der in seiner Firmengeschichte unübertroffen ist: den Super Setter Nr.888. Das Modell überzeugte durch die ausgesuchten Materialien aus aller Welt - unter anderem Australisches Känguru als Unterleder, schottisches Oberleder, englische Schuhkappen, deutsche Schnürsenkel, norwegische wasserdichte Randnähte, schweizer Sohlen und vor allem die hochwertige Verarbeitung von Red Wing. Der Grundgedanke war, auf dem Markt ein überragendes Produkt einzuführen. Die Boots wurden zusammen mit Socken und Pflegeprodukten in einer speziellen Tragekiste angeboten.

Die Beliebtheit von Red Wing basiert auf dem unermüdlichen Engagement des Unternehmens, technische Fortschritte sofort umzusetzen und den Anforderungen seiner Kunden kontinuierlich gerecht zu werden.

 

Red Wing und die US Armee

Durch die hohe Strapazierfähigkeit und Robustheit seiner Schuhe stellte Red Wing das ideale Produkt für das Militär dar.

Ein neues Modell, das aus dieser Produktlinie entstand, war ein Schuh, der durch sein weites, geräumiges Vorderblatt bestens für die Ansprüche der Soldaten geeignet war. Die Kriegsdienst-leistenden lernten die Vorzüge dieses Armeeschuhes schätzen, und so bestand auch nach dem Krieg eine große Nachfrage nach dem Red Wing 6-Inch Trench Style. Während des 2. Weltkrieges produzierte Red Wing für die U.S. Armee Schuhe in 239 verschiedenen Größen und Weiten. Die Schuhmacher stellten für das Militär, trotz größten Auftragsdrucks, Boots in höchster Qualität her. Die Schuhproduktion für das Militär hatte während des Krieges höchste Priorität. Um die vielen Aufträge der Regierung zu erfüllen, wurden die Gerbereien angehalten sich auf Militärschuhe zu spezialisieren. Der zivile Schuhhandel litt, wie so viele Handelszweige, unter den strengen Restriktionen, die der Verwendung von Leder auferlegt wurden und so wurden in den Jahren 1942 bis 1947 auch keine Kataloge herausgebracht.

 

Red Wing Heute

Heute sind die Schuhe der Red Wing Shoe Company auf der ganzen Welt zu finden. Allein in den USA führt das Unternehmen über 400 eigene Geschäfte und vertreibt seine Schuhe in 4.200 Verkaufsstellen.

Seit über 95 Jahren hält Red Wing an seinen Grundprinzipien fest: höchste Qualität, echte Handarbeit, Bequemlichkeit und größte Haltbarkeit. Jeder Red Wing Schuh durchläuft vom Entwurf bis zum fertigen Produkt bis zu 200 Stationen. Um die hohe Qualität von Red Wing zu gewährleisten wird jeder Zentimeter Leder überprüft und der fertige Schuh von der kleinsten Naht bis zur Sohle genauestens kontrolliert. So wurde aus dem Red Wing Boot, der seit Generationen die Arbeiter begleitete für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt das bevorzugte Schuhwerk.